31.08.2017 / Artikel / /

Bürgerlich, liberal und sozial – ein Widerspruch?

Wie ich das politische „name-calling“ hasse. Ständig wird kategorisiert, schubladisiert und man versucht sich mit neuen politischen Wortschöpfungen gegenseitig zu übertrumpfen. Wenn mans ich auf der Strasse politisch vorstellen möchte, kommt man aber um genau diese Schlagworte nicht herum. Einprägsam müssen sie sein, der Zuhörer muss sie automatisch mit Inhalt füllen können. Na also! Dann bezeichne ich mich als bürgerlich, liberal und sozial! Moment – bürgerlich und sozial? Ein liberaler CVPler? Sind das keine Widersprüche? Sicher nicht!

  • Bürgerlich und liberal
    Ja, das geht für mich Hand in Hand. Eigenverantwortlich handeln! Keine Überregulierung und keine zu beschneidenden Gesetze! Es ist doch nur logisch, dass die Menschen ihr Leben nach ihren Wünschen gestalten dürfen – sofern sie damit nicht die Freiheit oder Rechte anderer Menschen beschneiden. Jedenfalls soll der Staat nur jene Angelegenheiten regeln, die wir auf privater Ebene nicht mehr lösen können.


  • Sozial
    Und plötzlich kommt der Rückschlag. Ein unerwarteter Todesfall, Arbeitslosigkeit oder eine schwere Krankheit. Ein Mensch fällt durch alle Maschen. Hier können und dürfen wir die Menschen nicht ihrem eigenen Schicksal überlassen. Die Politik muss den klaren Auftrag haben, diese Menschen zu unterstützten. Und die Politiker müssen sich überlegen, wie sich ihre Positionen auf die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft auswirken. Ich möchte diesen Menschen helfen.

Was es in dieser Stadt eigentlich vermehrt bräuchten, sind bürgerlich denkende Politiker mit einem sozialen Gewissen. Das ist kein Widerspruch, sondern eine dringende Voraussetzung um unsere Gesellschaft in einem positiven Sinn zu formen.