31.08.2017 / Artikel / /

Ja zum Bundesasylzentrum auf dem Duttweiler-Areal

Am 24. September 2017 stimmen wir über die Erstellung eines Bundesasylzentrums auf dem Duttweiler-Areal ab. Um was es geht und weshalb ich dem Stimmbürger ein klares JA empfehle, lesen Sie hier.


Kurz und knapp! Darum sage ich JA zur Vorlage:

  • Wir brauchen ein Bundesasylzentrum um schnelle und faire Asylverfahren zu garantieren
  • Wir haben im Testbetrieb auf dem Juch-Areal sehr gute Erfahrungen mit den beschleunigten Asylverfahren gemacht
  • Die Verfahren werden effizienter, weil die beteiligten Player nahe beieinander sind. Das spart Zeit und Kosten
  • Die Stadt zahlt unter dem Strich keinen Rappen an das neue Bundesasylzentrum
  • Integration muss am Ort beginnen, wo die Bevölkerung lebt. Ein Bundesasylzentrum innerhalb der Stadt fördert die Integration

  • Ausgangslage
    Asylsuchende sollen nach maximal 140 Tagen rechtliche Gewissheit haben, ob ihr Asylgesuch angenommen oder abgelehnt wurde. Das wurde 2016 von der Stimmbevölkerung beschlossen. Damit eine schnellere und zugleich faire Abwicklung des Asylverfahrens möglich ist, müssen sich alle beteiligten Player unter einem Dach, oder zumindest in unmittelbarer Nähe zueinander finden. Das spart Zeit und Kosten. Die Stadt Zürich hat für den Bund den Testbetrieb eines Bundesasylzentrums auf dem Juch-Areal in Altstetten durchgeführt und  gute Erfahrungen gesammelt.


  • Um was es geht 
    Der Testbetrieb auf dem Juch-Areal konnte die Asylverfahren um 39% beschleunigen und verzeichnete dabei 33% weniger Beschwerden. Jetzt wird die Stimmbevölkerung gefragt, ob sie einem Objektkredit von 24.5 Millionen Franken für die Erstellung eines Bundesasylzentrums auf dem Duttweiler-Areal zustimmt. Mit anderen Worten: der Testbetrieb wird beendet und in einen regulären Betrieb umgewandelt werden.


  • 24.5 Millionen Franken – wer bezahlt das?
    Die Stadt Zürich zahlt unter dem Strich keinen Rappen an das Bundesasylzentrum, da die Entstehenden Kosten durch die Miete des Bundes an die Stadt zurückfliesst. Wir müssen allerdings darüber abstimmen, weil der Baukredit höher als die 20 Millionen liegt, über welche der Gemeinderat in Eigenregie bestimmen könnte.


  • Bund, Stadt – Wer ist jetzt zuständig?
    Das Bundesasylzentrum wird vom Staatssekretariat für Migration (SEM) betrieben. Mit der Betreuung der Asylsuchenden wurde die städtische Asyl-Oganisation Zürich (AOZ) beauftragt.


  • Wie viele Asylsuchende kommen jetzt nach Zürich?
    Die Stadt ist dazu verpflichtet, rund 2’700 Asylbewerber aufzunehmen.  Das neue Bundesasylzentrum wird Platz für 360 Asylbewerber bieten. Es kommen nicht mehr Asylbewerber nach Zürich, als ohnehin schon.



  • Könnte man die nicht irgendwo an der Stadtgrenze ansiedeln?
    Wo denn? Die Grenzen zu den benachbarten Gemeinden verlaufen fliessend. Dort ein geeignetes Areal für die Unterbringung von 360 Asylsuchenden zu finden ist schlichtweg nicht möglich.


  • Warum führen wir das Bundesasylzentrum nicht auf dem Juch-Areal weiter?
    Aufgrund der guten Ergebnisse wird der Testbetrieb für die beschleunigten Verfahren bis zum Inkrafttreten des neuen Asylgesetzes weitergeführt. Danach werden die Unterkünfte auf dem Juch-Areal abgerissen, weil:

    • die Unterkünfte am Ende ihrer Lebensdauer angelangt sind
    • auf dem Gelände eine neue Eishockey- und Sportarena geplant ist