15.01.2018 / Artikel / / , , , ,

NEIN zu NoBillag

Am 04. März 2018 stimmen wir über die NoBillag-Initiative ab. Weshalb ich NEIN stimmen werde, könnt Ihr hier lesen.

Worum es geht:

  • Die „Billag“-Gebühr wird abgeschafft
  • Der Bund subventioniert keine Fernsehe- und Radiostationen

Weiterführende Links:

Sendeschluss NEIN

Nein zu No Billag

Warum ich dagegen bin: 

  • Der SRG wird das finanzielle Fundament entzogen
    Die SRG wird zu 75% aus Gebührengeldern finanziert. Diese Gebührengeldern ermöglichen es der SRG, ein gleichwertiges und hochstehendes Programmangebot in der deutschen, französischen, italienischen und romanischen Schweiz anzubieten. Die SRG hat den Auftrag, Programme im Bereich Bildung, Politik, sowie Kultur und Unterhaltung anzubieten (Service Public). Diesen Auftrag kann die SRG nicht erfüllen, wenn ihr 3/4 des finanziellen Fundaments entzogen wird.
  • Initiative = Sendeschluss für viele regionale Radios
    Von der Initiative ist nicht nur die SRG betroffen. Von den Gebührengeldern profitieren auch zahlreiche Fernseh- und Radiostationen. Nur durch Werbeeinnahmen können sich viele kleinere Stationen nicht mehr finanzieren. Die mediale Vielfalt in der Schweiz droht damit abzubröckeln.Von wie vielen sprechen wir hier?

    • 3 Sprachregionale Radioprogramme
    • 22 Lokal- und Regionalradios sowie koplementäre Radios
    • 13 regionale TV-Stationen
  • Initiative stellt Solidarität gegenüber Schweizer Sprachminderheiten in Frage
    Heute profitieren unsere sprachlichen Minderheiten der französischen, italienischen und romanischen Schweiz vom gebührenfinanzierten TV- und Radioangebot. Fällt dieses Weg, bleibt den Menschen dieser Sprachregionen nichts anderes übrig als die TV- und Radioangebote aus dem benachbarten Ausland zu konsumieren. Ein Erfolgsfaktor den die Schweiz seit jeher ausmacht, ist die Rücksicht vor unseren sprachlichen Minderheiten. Gefährden wir das nicht unnötigerweise.
  • Initiative stellt Solidarität gegenüber Seh- und Hörbehinderten in Frage
    Die SRG arbeitet stark daran, Seh- und Hörbehinderten Menschen einen barrierefreien Zugang zu ihren Programmen anbieten zu können (z.B. durch Untertitelung oder Gebärdensprache). Private Anbieter hinken der SRG in diesem Bereich markant hinterher und scheinen der Solidarität gegenüber Seh- und Hörbehinderten keinen grossen Wert beizumessen.